Wappen und Chronik

  • Das Gemeindewappen

    Verleihung: 29. März 1982
    Wirkung: 01. Mai 1982
    Entwurf: Heinrich Purkarthofer, Graz

    „In Rot zwei silberne Pfähle belegt mit einem silbernen Balken, darin ein anstoßender beiderseits gezinnter Balken in Schattenfarbe.“

    Das Gemeindegebiet auf der Wasserscheide zwischen mittlerer Mur und Raab war schon zur Römerzeit besiedelt wie die Flur Lebernegg bezeugt. Im 10. Jh. War es Teil des befestigten Grenzsaumes der Mark an der Mur; der Name Pirkwiesen weist darauf hin. Die alte verkehrspolitische Bedeutung des Gebietes an einem der Übergänge von Graz nach dem Osten blieb bis heute erhalten und ist aufs engste mit dem alten Hausnamen Schemerl (belegt ab 1694) verbunden. Die ländliche Bevölkerung konnte durch Fuhrwerken Zusätzliches verdienen, bis dies der Bau der Ostbahn Graz-Gleisdorf-Fehring-Mogersdorf 1873 änderte.

    Die Lage bezeichnend, wird Krumegg 1392 erstmals urkundlich erwähnt, als die Empersdorfer an Ulrich den Gleispacher hier Besitz, Lehen der Herren von Pernegg, verkaufte. Die Gleispacher, Erben der Fladnitzer, bauten nach dem Pauch, Pernegger, Stubenberg und Pögl 1539 Pirkwiesen zu Ihrem Hauptsitz aus; es blieb Ihr Eigentum bis 1906. Einer Seitenlinie dieser Familie entstammt der Landeshauptmann Karl Graf Gleispach (1861-1870).

    Einen zweiten Ansitz im Gemeindegebiet errichtet um die Mitte des 16. Jh. Der Landeshauptmann J. Maximilian I. von Herberstein in dem 1406 erstmals erwähnten Brunn, das 1469 als landfürstliches Lehen vergeben wurde. Mit einer kleinen Gült blieb es bis 1848 bei der Herrschaft Herberstein. Nach späteren Besitzern wird es jetzt Erkoschlößl genannt.

    Die frühest nachweisbaren Grundherren im Gemeindegebiet waren die Herren von Trennstein. In dem 1967 zu Krumegg gekommenen Kohldorf übertrug 1271 Wulfing von Trennstein seinen freieigenen Besitz dem Bischof von Sekau, den er dann zu Lehen nahm. Das Wappen der Trennsteiner, der mehrfach gespaltene Schild mit Balken, dessen Farben unbekannt sind, wurde in den Farben der Herberstein, Silber-Rot zum Krumegger Wappen gestaltet. Die silbernen Pfähle stehen dabei für die Aufrichtigkeit der Gesinnung und allem Bemühen, der Balken für die Abweisung des Falschen, die Schattenzinnen für die Abwehr einstiger Feinde.